Schadenfreiheitsklasse und Rückstufung verstehen
Die Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse) bestimmt, wie viel Rabatt Sie auf Ihre Kfz-Versicherung bekommen: je mehr unfallfreie Jahre, desto günstiger. Nach einem selbst verschuldeten Unfall droht die Rückstufung, und die kann über Jahre teuer werden.
So funktioniert das System
Pro schadenfreiem Kalenderjahr steigen Sie eine SF-Klasse auf und Ihr Beitragssatz sinkt. Melden Sie einen selbst verschuldeten Haftpflicht- oder Vollkaskoschaden, stuft die Versicherung Sie zurück, oft um mehrere Klassen. Teilkasko-Schäden (Glas, Wild, Hagel, Diebstahl) führen nicht zur Rückstufung.
Kleine Schäden: selbst zahlen kann sich lohnen
Weil die Rückstufung den Beitrag über Jahre erhöht, ist es bei kleineren selbst verschuldeten Schäden oft günstiger, den Betrag aus eigener Tasche zu zahlen. Viele Versicherer erlauben das Zurückkaufen eines gemeldeten Schadens sogar noch bis zu sechs Monate nach der Regulierung. Fragen Sie Ihre Versicherung nach einer Vergleichsrechnung.
Rabattschutz als Option
Mit einem Rabattschutz-Baustein bleibt Ihre SF-Klasse trotz eines Schadens pro Jahr erhalten, gegen Aufpreis und meist erst ab einer bestimmten SF-Klasse. Ob sich das rechnet, hängt von Fahrleistung und Schadenhistorie ab.
Unverschuldeter Unfall: keine Rückstufung
Zahlt die gegnerische Haftpflicht Ihren Schaden vollständig, bleibt Ihre SF-Klasse unberührt. Auch deshalb lohnt es sich, bei fremder Schuld die Abwicklung sauber über die gegnerische Versicherung laufen zu lassen statt die eigene Vollkasko einzusetzen.
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